Bléie vum Mount September – Oregano und Blutweiderich

Unsere Blüten des Monats September würden sich in der wilden Natur wohl eher nicht begegnen. Wärend der Wilde Majoran (Origanum vulgare) an trockenen Standorten zuhause ist, findet man den Gewöhnlichen Blutweiderich (Lythrum salicaria) an feuchten Plätzen an Bächen oder Seen.

Der Wilde Majoran stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und bevorzugt warme Standorte auf kalkhaltigem Untergrund. Er besiedelt meist trockene und lichte Wälder, wie Eichen- und Kiefernwälder. Gebüsche an Weg- und Waldrändern, sonnige Hänge und Hecken zählen ebenso wie Mager- und Trockenrasen zu seinen regelmäßigen Wuchsorten.

Im Garten wächst er problemlos an vollsonnigen Standorten und ist während der Blütezeit sogar mit geschlossenen Augen am Summen der Insekten zu orten. Seine Blüten bieten Nektar der bis zu 76 % Zucker enthalten kann und werden daher besonders gern von Honigbienen besucht. Aber auch zahlreiche Schmetterlingsarten, wie zum Beispiel das Große Ochsenauge, der Schachbrettfalter oder das Kleine Wiesenvögelchen  und Schwebfliegen sind um und auf dem Majoran zu beobachten.

Die Pflanze wird zwischen 20 und 70 cm hoch und vermehrt sich sowohl vegetativ, über unterirdische Ausläufer, als auch über Aussaat. Die ätherischen Öle verleihen der Pflanze einen stark aromatischen Geruch. Sie eignet sich sowohl als Gewürzkraut als auch als dankbare Schnittblume.

In der Natur findet man den Gewöhnlichen Blutweiderich an feuchten Standorten z.B. in Röhrichten und Sümpfen, an Ufern von Seen und Weihern, Flüssen, Bächen und Kanälen sowie in Gräben. Er gedeiht aber auch auf normalem, gutem Gartenboden bestens und lässt sich somit gut als auffällige und lang blühende „Zutat“ im Staudenbeet verwenden.

Mit einer Wuchshöhe von bis zu 2 m und einer Breite von 1,5 m sollte man ihm genügend Platz zuteilen. Er blüht von Juni bis September wobei jeder Blütenstand mehr als hundert Blüten enthält. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass ein einzelnes Pflanzenexemplar bis zu drei Millionen Samen produzieren kann. Blütenbesucher des Gewöhnlichen Blutweiderichs sind vor allem Schwebfliegen, aber auch Bienen und Schmetterlinge. Er ist ein Nektarspender von besonderem Wert und gleichzeitig auch eine wichtige Futterpflanze für die Raupen aus der Gattung der Nachtpfauenaugen.

 

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